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Vogelsbergkreis, 29. September 2017

SPD freut sich über neue Mitglieder im Vogelsbergkreis

Der Unterbezirksvorstand der Vogelsberger SPD gratulierte Landrat Manfred Görig in seiner jüngsten Sitzung in Eudorf zur "souveränen Wiederwahl". Die Wähler hätten die solide Arbeit mit einer klaren Mehrheit honoriert und damit für eine weitere 6-jährige Amtszeit des Sozialdemokraten an der Spitze der Kreisverwaltung votiert. Deutliche Kritik übten die Vogelsberger Genossen an der "selbstverliebten und undifferenzierten Wahlanalyse" ihres Koalitionspartners auf Kreisebene, der CDU.

"Wer angesichts von dramatischen Verlusten für CDU und CSU davon spricht, dass man alle strategischen Wahlziele erreicht habe, der nimmt das Votum der Wähler offensichtlich nicht ernst", sagte der SPD Unterbezirksvorsitzende Swen Bastian. Allein die Tatsache, dass die ehemaligen CDU Politiker Martin Hohmann und Uwe Schulz aus den heimischen Wahlkreisen nun für die AfD im Bundestag sitzen, mache deutlich, dass die Union mit ihrer selbstgerechten Einschätzung danebenliege. Die CDU trage am Ergebnis der AfD eine erhebliche Mitschuld und sollte besser ihre Fehler, Verluste und innere Zerrissenheit der Schwesterparteien kritisch aufarbeiten, anstatt mit aufgesetztem Siegerlächeln zur Tagesordnung überzugehen. "Beide Parteien der großen Koalition haben verloren. Daran gibt es überhauptnichts schönzureden, denn Verluste bleiben Verluste, auch dann, wenn man diese verbal als Erfolg auszuschmücken versucht", so Bastian in Richtung der Vogelsberger CDU.

Breite Zustimmung gab von den Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes für die Entscheidung der SPD, in die Opposition zu gehen. Bei einem Ergebnis von knapp über 20 Prozent nach 4 Jahren erfolgreicher Arbeit als Motor der Regierung sei klar, dass die Partei nicht nochmal Juniorpartner der Merkel-CDU werden könne. "Der Auftrag zur Bildung der Regierung liegt bei der CDU. Ihr muss es nun rasch gelingen, die inneren Streitigkeiten zu klären, damit die ohnehin schwierigen Sondierungsgespräche beginnen und am Ende zu einer stabilen Koalition geführt werden können. Gelingt der CDU/CSU dies nicht, wäre das Scheitern fatal und birgt unberechenbare Risiken für die Demokratie insgesamt", so Swen Bastian.

Besonders bedauerlich aus Sicht der Sozialdemokraten ist der Umstand, dass weder Birgit Kömpel noch Matthias Körner den Sprung in den Bundestag geschafft haben, so dass nur noch Bettina Müller für Schotten die SPD aus dem Vogelsberg in Berlin vertritt. "Angesichts dieser Enttäuschung freut es mich aber umso mehr, dass Beide bereits angekündigt haben, ihr politisches Engagement für die Region auch ohne Mandat im Bundestag fortzusetzen", sagte Bastian. Bezirk und Landesverband seien nun gefordert die Argumente aus dem Vogelsbergkreis ernst zu nehmen und sich Gedanken zu machen, wie die Region künftig besser auf den Listen abgesichert werden kann. Denn bei allen überregionalen Wahlen erziele die SPD im Vogelsbergkreis regelmäßig Ergebnisse, die deutlich über dem Durchschnitt des Landes und des Bundes liegen würden. Es müsse daher auch innerhalb der Partei endlich damit Schluss sein, dass der Ballungsraum versuche, sich zu Lasten der ländlichen Regionen zu bedienen, so die einhellige Meinung der Vogelsberger SPD.

Breits vor der Diskussion der Wahlergebnisse zeichnete der Unterbezirksvorstand die Preisträger seines diesjährigen Neumitgliederwettbewerbes aus. Dabei konnten sich die SPD aus Alsfeld in der Ortsvereins-Wertung und Peter Rahm, ebenfalls aus Alsfeld, als bester Einzelwerber jeweils über eine Zuwendung freuen. "Allein in den ersten beiden Tagen nach der Bundestagswahl hatten wir fünf Neueintritte in die Vogelsberger SPD", freute sich Unterbezirkschef Swen Bastian. Das zeige, die SPD werde gebraucht und sei zugleich Verpflichtung für die Partei und alle Aktiven, aus der Opposition heraus für ein besseres, sozial gerechtes Land zu kämpfen. "Doch auch hier gilt es, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Lasst uns gemeinsam in den nächsten Monaten noch ein paar Schippen oben drauf legen, um die Arbeit in den Vogelsberger Ortsvereinen auch künftig mit aktiven Mitgliedern engagiert fortzuführen", forderte Bastian im Rahmen der Auszeichnung.

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